
Aus Anlass unseres Jubiläumskonzertes haben wir eine limitierte Auflage
einer "Jubiläums-CD" veröffentlicht, die Titel enthält, die zum großen Teil
nicht auf Schallplatte bzw. CD erschienen sind.
Da das teilweise Stücke aus den Anfangsjahren von electra sind, wird auf
sehr authentische Art das damalige musikalische Konzept erkennbar und hat
für "den Sammler und Fan" sicherlich auch schon deshalb eine große
Bedeutung, da sich die Aufnahmen in einem guten Zustand befinden, zwar
komprimiert, aber nicht hörbar verändert wurden.
Erhältlich >>> hier
CD "33 Jahre electra" Jubiläumsausgabe mit
Aufnahmen aus den Jahren 1970 -1985
von Uwe Beyer
electra ist ein typischer Vertreter des sogenannten DDR-Rocks und blieb bis
zur Wende eine Konstante in der DDR-Rockszene. Gute Platzierungen in den DDR-Hitparaden
verhalfen electra zu einem vorderen Platz in der DDR-Rockgeschichte. Als erste
Band der DDR produzierte electra 1976 eine LP ausschließlich mit Klassikadaptionen.
Das Werk "Die Sixtinische Madonna" war ein weiterer Meilenstein
in electra's Entwicklung und wurde - mit viel Lob - auch in der BRD auf LP
veröffentlicht.
Sehr umstritten war der Hit "Tritt ein in den Dom", welcher über
Jahre nicht im Rundfunk gespielt wurde. Obwohl bereits 1972 entstanden, konnte
dieser Titel erst auf der LP "electra 3" im Jahre 1979 erscheinen.
Von AMIGA wurde electra recht stiefmütterlich behandelt. Große
Hits der Band wie "Der Baum", "Die Weisheit", "Tagesende",
"Winter, weißer Winter", "Das Samenkorn" - um nur
einige zu nennen - wurden nicht auf Schallplatte veröffentlicht. So wurden
von den bis 1990 rund 150 produzierten Titeln nur 82 auf Schallplatten veröffentlicht.
Von diesen 82 Titeln erschienen viele auf Sampler und Singles, die heute kaum
noch existieren.
Bernd Aust hatte die geniale Idee, zum 33. Bandjubiläum eine Doppel-CD
zu veröffentlichen, welche wirklich gelungen ist. Fast verschollene Aufnahmen
werden dem Konsumenten wieder zugänglich gemacht. Diese 21 Titel in einer
Zeitreise von 1970 - 1985 machen wirklich Spaß und unterstreichen den
Stellenwert electra's in der DDR-Rockgeschichte. Diese CD enthält auch
solche Raritäten, wie die deutsche Version eines Beatlestitels "So
soll es immer sein" oder aber die erste deutsche Version des Omegaklassikers
"Perlenhaariges Mädchen" als "Nicht erinnern". Diese
Version entstand 1970, noch vor der Version von Frank Schöbel "Schreib
es mir in den Sand" - später übrigens als " White Doff
" von den Scorpions gecovert. Weitere Hits auf dieser Doppel-CD sind
"Winter, weißer Winter", "Der Baum", "Tagesende"
- um nur einige zu nennen.
Konsequent wäre es von Bernd Aust, dieser Veröffentlichung jeweils
zum 34. und 35. Bandjubiläum eine weitere Doppel-CD mit raren Aufnahmen
und Hits folgen zu lassen. Eine derartige Triologie würde dem Umfang
der Titel, die von electra produziert wurden, endgültig gerecht werden.
Man denke dabei an Titel wie "Wolfsgesetz", "Goldhamster",
"Hallo Mary", "Ich hab neun Leben", "Can Can - Orpheus
in der Unterweit", "Die Weisheit", "Nur eine Minute"
usw., die bis heute nicht mehr im Original zur Verfügung stehen. Überhaupt
ist es ein Dilemma, dass es nicht möglich ist, die vielen im Rundfunkarchiv
vorhandenen Titel und Mitschnitte für den Interessenten zugänglich
zu machen. - Aber dies ist ein anderes Thema.
Bernd Aust hat mit dieser CD-Veröffentlichung einen kleinen Schritt getan,
um konservierte Musik der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.
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